Nachrichten 2020-H1

Barsikower Landbote Online

17.06.2020: Jahreshauptversammlung des Dorfvereins

Die Jahreshauptversammlung des Dorfvereins dient dazu, das vergangene Jahr abzuschließen mit Berichterstattungen über Aktivitäten und Finanzen, und danach die verantwortlichen Vorstände zu entlasten. Weiterhin wird die Planung für das kommende Jahr besprochen und entschieden. Entsprechend wurde zur diesjährigen Versammlung früh im Jahr, am 13. März 2020 eingeladen. Leider kam kurz vorher der „Corona Lockdown“, so dass die Versammlung erst – mit entsprechenden Abständen und Corona Regeln – am 17. Juni in der Agrargenossenschaft stattfinden konnte.

Die Vorsitzende, Anna Funke, konnte erfreut feststellen, dass der Verein zum 1. Juli 2020 mittlerweile 29 Mitglieder hat. Sie ging dann kurz durch die Liste der Aktivitäten des letzten Jahres, die insgesamt 30 Veranstaltungen umfasste sowie wiederkehrende Aktivitäten wie Frauensportgruppe, Spanischkurs, Computerkurs und Spielenachmittage für die Kinder.

Das Jahr 2019 war auch in finanzieller Hinsicht ein großer Erfolg. Bei den verschiedenen Wettbewerben konnten insgesamt 7.800 Euro gewonnen werden. Hinzu kamen die Zusagen seitens des Landkreises OPR für das Projekt „Dorfmobil“, in Höhe von insgesamt € 30.438,62.- Dieses Geld isterst 2020 geflossen. Auch eine LEADER Förderung für die Spiel- und Festwiese von € 5000 wird erst 2020 fließen können.

Der Ausblick auf die Aktivitäten für 2020 ist wohl durch Corona stark getrübt. Bis zur Frauentagsparty am 7.3.2020 ging alles noch wie gewohnt vonstatten. Danach wurde kurzfristig alles abgesagt. Insbesondere das Sommerfest am 15. August musste schweren Herzens abgeblasen werden. Stattdessen wird an dem Tag nun das „open air“ Tischtennisturnier um die Barsikower Meisterschaft geplant. Parallel dazu werden noch andere sportliche Aktivitäten geplant wie Kegeln und Spiel und Spass insbesondere für die Kinder.

Weitere Veranstaltungen werden in erster Linie von den Corona Entwicklungen abhängen. Bitte beachten Sie die kurzfristigeren Ankündigungen im Landboten und auf der Webseite www.Barsikow.de.

Der Bericht der Schatzmeisterin Marita Feller über die gute finanzielle Lage des Vereins und der Kassenprüferin Verena Neumann wurden von den Mitgliedern zur Kenntnis genommen. Beide werden, anders als ursprünglich geplant, noch bis zum Frühjahr 2021 in ihren jeweiligen Positionen bleiben.

Der Vorstand wurde für das Geschäftsjahr 2019 entlastet.

Die verschiedenen Arbeitsgruppen berichteten ausführlich über ihre Aktivitäten: Dorfmobil, Feuerwehrprojekt, Parkprojekt und Kunstprojekte. Für weitere Einzelheiten: siehe die anderweitigen Berichte über diese Projekte.

Durch unsere Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2017 wurden und werden Barsikow vom Landkreis OPR Gelder zur Verfügung gestellt für verschiedene Projekte. Im Jahr 2019 bekamen wir 5000 Euro, die wir für die Planung der Projektes Spiel- und Festwiese und für die Umgestaltung des Feuerwehrgebäudes verwendet haben. In diesem Jahr können wir 3.000 Euro erhalten. Investitionen dürfen daraus nicht finanziert werden. Bisherige Ideen sind
Gutachten für die Restauration der Kirchenmauer und eine Untersuchung über die zukünftige Sanierung und Gestaltung des Upstalls. Für Kunstprojekte könnte das Geld auch verwendet werden. Die Versammlung beschließt, dass die Prioritäten bei der Kirchenmauer und beim Upstall liegen sollen. Für das Upstall Projekt soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden.

12.06.2020: Ausstellungseröffnung „der Wald“ im Wegemuseum Wusterhausen

Gemälden von Gabi Konczak (links) und Saskia Jaedicke (rechts)

Vom 15. bis 17. Februar 2019 wurden im Kulturcafé „Alter Konsum“ Kunstworkshops organisiert. Dabei haben sich Barsikower Künstler:innen mit den Themen „Wald“ und „Baum“, aber auch im weiteren Sinne mit der Natur auseinandergesetzt.
Die Workshops wurden begleitet von der Berliner Bildhauerin und Malerin Liz Mields-Kratochwil, die im Frühjahr 2019 mit dem Brandenburgischen Kunstpreis für Skulptur ausgezeichnet wurde.
In den meisten Fällen wurde auf eine Leinwand eine Schicht Acrylmasse gebracht, die mit verschiedenen Materialien (Sände, Kaffeesatz, Kräuter, usw.) gemischt wurde. Dadurch sind Strukturen und natürliche Farben entstanden, die dann als Hintergrund für die weitere Bearbeitung gedient haben.
Die Kunstwerke wurden zuerst im „Alten Konsum“ in Barsikow gezeigt (09.03.2019 – 16.06.2019) und wanderten dann zum Verwaltungsgebäude des Landkreises OPR in Neuruppin (20.06.2019 – 25.11.2020). Jetzt sind die Bilder vom 11. Juni bis zum 9. August 2020 im Wegemuseum Wusterhausen (Dosse) zu sehen.
Corona-bedingt gab es keine Vernissage, wo die Künstler eingeladen und von interessierten Besuchern angesprochen werden konnten. So war bei der Eröffnung der Ausstellung nur ein ganz kleiner Kreis zugegen. Bei dieser Gelegenheit wurde von Hildegard Grützmacher ihr Gedicht vorgetragen, das zu ihrem Bild in der Ausstellung gehört. Sowohl im Bild als im Gedicht wird die Umweltverschmutzung der Natur thematisiert. Die Ausstellung war hier schon angekündigt worden.

Gemälde von Hildegard Grützmacher

Der Baum

Einst war ich ein schöner Baum,
Für alle Vög’lein ein Lebensraum
In meinem Laubgeäst sangen sie so wunderschön
Doch ach, was ist mit mir gescheh’n
Der Menschen Müll war all zu viel
was mir gar nicht gefiel
Farben, Müll und allerlei
setzten viele Gifte frei…
Schaut nur, was habt ihr aus mir gemacht,
Gibt in Zukunft auf die Natur mehr acht.

Hildegard Grützmacher
September 2019

Bienenfreundliches Dorf: Der östliche Dorfanger

Der östliche Dorfanger in 2017

Kurz vor dem Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2017 entstand im Dorf die Idee, den Dorfanger insektenfreundlicher zu gestalten. Beim Wettbewerb war die Jury davon sehr begeistert und gab Barsikow einen Sonderpreis von 300 Euro für weitere Maßnahmen für das „Bienenfreundliche Dorf“, wie das damals noch genannt wurde. Beim Landeswettbewerb wurden uns vom Landkreis noch drei Bauernjasmin Sträucher geschenkt als Beitrag zu dieser Entwicklung. In der Zwischenzeit sind verschiedene Kräuter und Sträucher gepflanzt und 2019 kamen noch zwei Insektenhotels dazu. Weil wir vielleicht fast vergessen haben, wie der Dorfanger vor dieser Aktion aussah, zeigen wir hier 2 Fotos von der gleichen Stelle: ein von 2017 und ein von 2020. 

 

Der östliche Dorfanger in 2020

Unumstritten ist diese Entwicklung im Dorf aber nicht. Es gibt viele Barsikower:innen, die einen schön gemähten Rasen vorziehen würden vor dem etwas wilder aussehenden Dorfanger mit Kräutern, höherem Gras und Sträuchern. Als Kompromiss wird wenigstens der Rand des Angers regelmäßig gemäht, um zu zeigen, dass es nicht Faulheit ist, die zu diesem Anblick führt sondern eine bewusste Aktion, um der Natur mehr Raum zu geben – auch mitten im Dorf.

Es gibt aber auch Barsikower:innen, die angetan sind vom Anblick der Wildblumen auf dem Dorfanger. Vor kurzem gab es einen Besucher aus Neustadt (Dosse) im Alten Konsum, der so begeistert über die Blumenpracht beim Insektenhotel war, dass er extra noch mal hin musste, um den Dorfanger zu fotografieren.

Um zu zeigen, dass wir in Barsikow voll im Trend liegen, zeigen wir hier ein Foto von der Blumenwiese vor dem Eingang des schicken Fontanehotels in Neuruppin. Auf dem Schild vor der Wiese steht da: „Platz nehmen, Bienen sehen.“

Naturromantik in Barsikow

Alle Jahre wieder… kommen die Störche auf ihr Nest in Barsikow zurück, weil es ihnen offensichtlich gut gefällt. Immer wieder stellt sich dann die Frage: wie viele junge Störche werden in diesem Jahr geboren? Es sah dieses Jahr lange danach aus, dass es nur zwei Kücken gab. Wahrscheinlich hat sich immer wieder ein Störchlein geduckt: es sind tatsächlich drei junge Störche, die wir 2020 in Barsikow begrüßen können.

Dagegen waren die Schwäne im Upstall noch etwas produktiver: sie brüteten 4 Schwanenküken aus, die die Eltern stolz bei ihren Schwimmausflügen präsentierten.

Es bleibt eine Freude, diese Tierwelt in Barsikow zu bewundern. Wenn dann auch noch die Pferde unter dem Storchennest stehen, kommt ein Tüpfelchen Naturromantik oben drauf. Ein herrlicher Anblick, mitten in Barsikow!

(Bilder von Barbara Töpper-Fennel)

Neue Bodenrichtwerte in OPR

Zum Stichtag 31.12.2019 wurden durch den Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Landkreis OPR neue Bodenrichtwerte festgelegt. Die Bodenrichtwerte sind im Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg unter dem nachfolgenden Link veröffentlicht: https://www.boris-brandenburg.de/boris-bb

Für Baugrundstücke in Barsikow ist der Grundstücksrichtwert auf 8 Euro/m2 festgelegt bei einer Grundstücksgröße zwischen 900 und 1500 m2. Die gleichen Preise gelten für Bückwitz und Metzelthin. In Segeletz wird der Preis auf 6 €/m2 geschätzt, in Nackel auf 9 und in Ganzer auf 10 €/m2. Deutlich höhere Richtwerte gelten in Dreetz und Wildberg (25 €/m2), Neustadt und Dabergotz (30 €/m2) und Wusterhausen (31 €/m2). Noch wieder höher wird der Richtwert mit 50 €/m2 in Bantikow und in der Innenstadt von Kyritz. Zum Vergleich: im Zentrum von Neuruppin ist der Richtwert 130 €/m2 und an der anderen Seite des Ruppiner Sees sind die Werte in der gleichen Größenordnung oder sogar noch höher als in der Stadtmitte.

Aus der Barsikower Geschichte: Barsikower Musiker

Wir haben in Barsikow ältere Mitbürger, die interessante und manchmal kuriose Sachen aus der Dorfgeschichte erzählen können. Das Problem ist oft, dass man danach nicht fragen kann, wenn man davon nichts erahnt. Trotzdem kommt manchmal eine Geschichte hoch anlässlich eines aktuellen Ereignisses.

Das war nun der Fall, als zu Ostern vom Kirchhof ein Osterkonzert für das Dorf gegeben wurde. Horst Klöppel erzählte zu diesem Anlass, dass dieses Konzert gut anknüpft an eine Tradition kurz nach dem 2. Weltkrieg, als damals Barsikower Musiker zu Pfingsten vom Kirchturm Choräle über das Dorf schallen ließen. Die schöne Musik war ab 6 Uhr früh gut über das ganze Dorf zu hören.

Die damaligen Musiker waren Otto Schröder (geb. 1881) auf Trompete (Urgroßvater von Katrin Schröder), Otto Marquart (geb. 1880) auf Trompete (Großvater mütterlicherseits von Heidi Protz), beide gebürtige Barsikower. Erich Glöde (geb. 1910) spielte laut Horst Klöppel als dritter Musiker die Tuba und wurde deswegen auch „Pupa“ genannt. Er ist sich da sicher, weil Erich Glöde damals wie Horst Klöppel im „alten Schloss“ wohnte. Er war am Kriegsende aus Pommern nach Barsikow gezogen und war verheiratet mit einer Tante mütterlicherseits der Geschwister Ludwig (Ingeborg Rau und Christa Petznik). Christa Petznick weiß, dass er auf jeden Fall Trompete spielte. Er hat mit ihrem Bruder Otto („Otti“) Ludwig und dem Lehrer Quick von der Barsikower Schule ein Trio gebildet, das bei Baatz (Dorfstraße 28, wo jetzt das neue Haus steht) zu Hochzeiten und Tanzveranstaltungen Tanzmusik gespielt hat.

Heidi Protz hat noch ein Bild des Orches- ters, in dem ihr Großvater spielte. (siehe Bild). Otto Marquart steht ganz rechts oben auf dem Bild, mit einer Trompete in der Hand. Oben links steht Otto Schrö- der mit Trompete und als Vierter von links steht Fritz Schönbeck (geb. 1886) mit seiner Klarinette. Fritz (Friedrich Adolf) Schönbeck stammt aus einer alten Barsikower Familie, der Name erscheint schon 1828 im Taufregister der Barsiko- wer Kirche. Er war Tischlermeister und hatte seine Werkstatt an der Rohrlacker Straße 1, wo heute die Fam. Tiltmann wohnt. Horst Klöppel war als kleiner Junge viel in seiner Tischlerwerkstatt und ist sich darum sicher, Fritz Schönbeck wieder zu erkennen. Wenn jemand noch weitere Informationen über dieses Orchester geben kann, würde Willem Schoeber sich über einen Anruf freuen.

12.04.2020: Osterkonzert der besonderen Art

Nachdem seit Mitte März Barsikow im „Lockdown“ begriffen war, wurde die Idee geboren, Ostern doch etwas Feierliches anzubieten. So beschloss die Barsikower Musikgruppe, mit Corona bedingter Entfernung von einander, auf dem Kirchhof ein Osterkonzert zu geben. Die Dorfbewohner wurden eingeladen, in ihren eigenen Gärten oder auch durch ein beschränktes Annähern an die Kirche, diesem Konzert zuzuhören. Pfarrer Haake, der an diesem Tag durch „seine“ Dörfer mit einem Posaunenchor fuhr, eröffnete das Konzert. Nach dem Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ wurden verschiedene Lieder gesungen, die den Frühling zum Thema hatten, wie zum Beispiel „Komm’ lieber Mai und mache“ und „Veronika, der Lenz ist da“. Auch durch das wunderschöne Wetter entstand im Dorf eine besondere Atmosphäre, die trotz Corona Virus ein österliches Gefühl hervorrufen konnte.

Ankündigung der Ausstellung "Der Wald" im Wegemuseum

Bild: Edith Röhrig

Das Kunstprojekt ‚Der Wald‘, das vom 15./16.2.2019 im Alten Konsum Barsikow unter der Anleitung der Bildhau- erin und Malerin Liz Mields-Kratochwil gestaltet wurde, wird nach zwei erfolgreichen Ausstellungen im Alten Konsum und in der Kreisverwaltung Neuruppin nun ab 12.Juni 2020 im Wegemuseum Wusterhausen zu sehen sein. Am 11.6. werden die Bilder aufgehängt, am gleichen Tag soll ein Pressetermin stattfinden, zusammen mit einigen der Barsikower Kreativen. Die Uhrzeit wird noch bekannt gegeben. Eine Vernissage wird es wegen der Corona-Pandemie leider nicht geben.

Beschränkt sind auch bis auf Weiteres die Öffnungszeiten des Wegemuseums im Herbstschen Haus:

freitags von 10 – 17.00 Uhr,
sonnabends von 10.00 – 16.00 Uhr und
für Gruppen auch nach Vereinbarung: Tel. 033979-87760

Alle BarsikowerInnen sind herzlich eingeladen, die Ausstellung und das Wegemuseum zu besuchen.

Klimawandel in Barsikow

Unsere Sommer werden wärmer, der Regen weniger, selbst Meisen und Stare werden rar. Eine Folge der scheinbar unausweichlichen Klimaveränderung. Junge Menschen wollen das nicht hinnehmen und demonstrieren. Aber was können wir hier in unserem kleinem Örtchen Barsikow gegen die Klimaveränderung und ihre Folgen tun? Heißt Veränderung Verzicht oder ist Veränderung eine Chance?

 

Eine Möglichkeit und eine Chance gegenzusteuern ist, in unseren gar nicht so kleinen Gärten kleine Paradiese für Insekten, Vögel und Kleingetier zu schaffen. Und warum nicht mitten im Dorf den Anger insektenfreundlich gestalten? Unkraut mal blühen und Samen tragen lassen? Der Anfang ist mit dem östlichen Anger gemacht. Es blüht schon. Doch noch nicht genug.

Wie kann umgestaltet werden? Was wächst auf welchem Boden? Der östliche Anger hat gar keinen schlechten Boden, ist aber sonnig und staubtrocken. Also müssen dort Dachbegrünungs-Pflanzen hin, die Hitze und Trockenheit brauchen, um blühen zu können. Und natürlich bienenfreundliche Sträucher, die Trockenheit vertragen und für Beschattung sorgen. Wer seine Gartenpflanzen beobachtet, stellt leicht fest, welche Blumen Sonne und Trockenheit und welche Nässe und Schatten benötigen. Und wer nicht gleich jedes Unkräutlein herauszupft, entdeckt so manch kleine Schönheit. Mit nur geringer Pflege könnten die dörflichen Freiflächen „Blühwiesen“ werden. Und warum viel Geld ausgeben? Wer trocken- und sonnenliebende Pflanzen in seinem Garten entdeckt und „übrig“ hat – bitte auf dem Anger auspflanzen!!!! Vielleicht eine günstige Regenzeit abwarten, damit die Pflanzen anwachsen und kein ständiges Giesen nötig ist.

Es muss aber nicht unbedingt die Angergestaltung sein. Ein paar Blumen im Kübel oder in der Ecke neben dem Tor oder der Haustür einen Strauch oder Kletterpflanze verschönern unser Dorf und sind gleichzeitig unsere bescheidene Barsikower Teilnahme an der „friday for future -Aktion“ gegen Klimawandel.Tun Sie mit! Sehen Sie die Chance und nicht den Verzicht!

Von unseren Nachbarn: "Das Gericht"

Die als „Gericht“ Nackel bekannte Begräbnisstätte einer 1740 hingerichteten Kindsmörderin soll durch Recherche und archäologische Voruntersuchungen als Station der in Entwicklung befindlichen „Scharfrichtertour“ in der Gemeinde Wusterhausen/Dosse etabliert werden. Es soll eine dem Ort angemessene Gestaltung entwickelt werden, die der archäologischen und kulturhistorischen Bedeutung des Ortes gerecht wird. Grundlage ist eine archäologische und wissenschaftliche Begleitung und tiefere Datenrecherche historischer Fakten. Jeder Eingriff in die Bodenstruktur hätte eine Zerstörung archäologischer Befunde zur Folge und würde damit die Erforschung der Geschichte des Areals beeinträchtigen. Das Nackeler „Gericht“ liegt zudem direkt am Pilgerweg und ist somit touristisch relevant.

ARBEITSSCHRITTE:

  1. Vortrag (fand bereits statt)
  2. Quellenaufnahme wissenschaftliche Auswertung von noch nicht erschlossenen Archivbeständen, vor allem historischen Karten und Archivalien
  3. Geophysikalische Voruntersuchung und optional Suchgrabung durch die Facharchäologin
  4. Aufbereitung der Ergebnisse
  5. Erstellung der Stationsbeschreibung für die Scharfrichtertour

(entnommen aus der Anlage zum Förderantragantrag auf Kulturförderung)

Studenten, die in unserer Barsikower Pilgerunterkunft übernachten, werden voraussichtlich zwischen dem 07. und 11. September eine Lehrgrabung durchführen.

Zisterne für die Feuerwehr

Seit vielen Jahren ist ein Problem bekannt mit der Wasserversorgung zur Brandbekämpfung in Barsikow. Die Westseite des Dorfes kann aus der Zisterne vor der Kirche mit Wasser versorgt werden, aber an der Ostseite fehlt ein solcher Wasserspeicher. Nachdem ein experimenteller Ansatz mit einem großen „Wasserballon“ im Feuerwehrgebäude abgelehnt wurde wegen der Gewichtsbelastung, wurde eine extra Zisterne für die Ostseite des Dorfes in Augenschein genommen. Für dieses Jahr steht nun eine solche Zisterne im Haushalt der Gemeinde. Das ist eine sehr gute Nachricht, im Interesse aller Bewohner der Osthälfte des Dorfes. Nur mit einer entsprechenden Wasserversorgung kann die Feuerwehr ein brennendes Haus und seine Bewohner retten. Der genaue Ort in der Nähe des Feuerwehrgebäudes wird noch diskutiert, wobei eine Bedingung ist, dass die Baggerarbeiten natürlich keinen Schaden an Gebäuden verursachen dürfen. Wenn dazu weiteres zu berichten ist, werden wir Sie informieren!

"Wünsch dir was" für Barsikow

Im Sommer 2019 haben wir eine Umfrage verteilt, um Ideen zu sammeln für die weitere Entwicklung von Barsikow. Das Ergebnis dieser Umfrage finden Sie hier unten. Diese Ideen werden wir nun nach und nach abarbeiten. Dorfversammlungen sind in dieser Zeit wohl nicht empfehlenswert, so dass wir auf anderen Wegen versuchen müssen, Themenkomplexe zu bearbeiten.

Ein erstes Thema aus diesen Ideen ist der Upstall: was wollen wir daraus machen, welche Möglichkeiten gibt es? usw. Es wird vorgeschlagen, dazu eine Arbeitsgruppe zu bilden, wo wir die wichtigsten Betroffenen auf jeden Fall bitten werden teilzunehmen. Wenn jemand sich für diese Thematik interessiert, kann er oder sie sich gerne beim Ortsvorsteher melden.

Andere Themen werden später aufgenommen.

WUNSCHLISTE BARSIKOW

„Wünsch dir was“ Ergebnisse Stand 31.07.2019

1. Thema Natur und Dorfgestaltung

1.1. Erstellung Dorfentwicklungsplan – und Aktionen daraus umsetzen
1.2. Bepflanzung der Dorfanger
1.3. Bepflanzung der Fest- und Spielwiese, ehem. Gutspark; Langfristiges Gesamtkonzept 1.4. Sanierung und Gestaltung Upstall
1.5. Wasserversorgung Anpflanzungen
1.6. Skulpturen im öffentlichen Raum
1.7. Upstall sollte wieder Badeteich werden! Das war er früher auch schon einmal
1.8. Den Teich ausbaggern und für die Bevölkerung als Badesee wieder zugänglich machen; Ausbaggern des Upstalls als Badesee?
1.9. Upstall begehbar machen, Erreichbarkeit?
1.10. Bäume Bahnhofstraße sind alt und kaputt!
1.11. Bäume hinten am Parkweg: alte und kaputte Bäume entfernen. Unfallgefahr durch Äste bei Sturm!!!
1.12. Naturschutzgebiet Markscheid
1.13. Naturschutz Upstall
1.14. Gräben und Wege bepflanzen
1.15. Mehr blühende (Sträucher) übers gesamte Jahr

2. Thema Wanderwege

2.1. Wanderwege um das Dorf herum
2.2. Wanderweg um den Upstall
2.3. Katalog mit Wanderwegen um Barsikow erstellen und veröffentlichen; ggf. extra Verbindungen erstellen?
2.4. Sitzbänke an Wanderrouten
2.5. Müllbehälter bei den Sitzbänken
2.6. Wanderwege ausbessern
2.7. Wander- / Radweg zu Reiterhof Fischer ausbauen
2.8. Instandsetzung Feldsteinabschnitt der Straße nach Segeletz
2.9. Weg hinterm Dorf (am Sportplatz) wieder etwas breiter, so dass 2 Personen neben einander laufen könnten
2.10. Ausschilderung der Wege
2.11. Pilger-/Wanderbuch im Pilgerkasten

3. Thema Kirche

3.1. Kirchenmauer / Kirchhofmauer restaurieren
3.2. Neuer Fußboden in der Eingangshalle der Kirche
3.3. Neuer Fußboden vor dem Altar (alte Grabstätte – versackt), mit entsprechender archäologischer Begleitung
3.4. Regelmäßige Konzerte und andere nicht-religiöse Veranstaltungen in der Kirche
3.5Heizung in der Kirche (unter den Bänken?)
3.6. Feuchtigkeitsproblematik (in der Kirche, in den Wänden) lösen
3.7. Kirchturmfarbe erneuern/reparieren; Farbschäden am Turm beseitigen
3.8. Kirchturmhahn wieder gängig machen
3.9. Fördermittel vom Land beantragen für Sanierung der Kirchenmauer. Nur Spenden würden nicht ausreichen. Ist sehr wichtig für die Dorfansicht (Denkmalpflege)
3.10. Sitzheizung in Bänken
3.11. Fertigstellung Sakristei
3.12. Anschaffung Geschirrspüler
3.13. Dachboden Dielung
3.14. Sicherung / Aufstellung Madonna

4. Thema Kindersport und -Spiel

4.1. Turnstangen für Kinder auf dem Spielplatz
4.2. Bolzplatz für Kinder auf dem Spielplatz
4.3. Basketballkorb /Basketballkörbe auf dem Spielplatz
4.4. Entwicklungsplan für das Feuerwehrgebäude als Nebennutzung für Kinderaktivitäten
4.5. Kartoffelsackrutsche den Hang runter (auf dem Spielplatz)
4.6. Ritterburg auf dem Hügel / Spielplatz
4.7. Kletterparcours auf Hügel für Kinder ab 2 Jahre
4.8. Ein zweites Fußballtor auf dem Spielplatz.
4.9. Seilbahn auf dem Spielplatz. (zum Dranhängen)
4.10. Es wurde ja schon viel geleistet

5. Thema Erwachsenensport

5.1. Männersportgruppe
5.2. „Trimm dich“ Pfad auf der Fest- und Spielwiese
5.3. Einrichtung des Feuerwehrgebäudes für Männersport (Ballsport)

6. Thema Gemeinschaftsräume

6.1. Einrichtung Mehrzweckraum im Feuerwehrgebäude als Nebennutzung
6.2. Einrichtung Dorfarchiv (im Feuerwehrgebäude)

7. Thema Bildung, Kunst und Kultur

7.1. Kurse Informatik, Digitalisierung, Handy Kurse
7.2. Sprachkurse Spanisch und Englisch
7.3. Kunstworkshops
7.4. Gesangsworkshops
7.5. Filmabende (drinnen und draußen) – Beamer und Leinwand sind bereits angeschafft
7.6. Digitalisierung / Dorffunk
7.7. Digitales Dorf

8. Thema Begegnungen

8.1. Skatabende (oder Mittage?) organisieren
8.2. Tanzveranstaltungen organisieren (alle zwei Monate)
8.3. Wandertage organisieren
8.4. Tanzveranstaltungen im Konsum
8.5. Dorftreff / Stammtisch auf ein Kaffee oder Bier im Konsum

9. Thema Dorffeste

9.1. Neues Konzept Dorffest erstellen
9.2. Nicht nur feiern
9.3. Kombinieren mit Konzert (Karat, Lilly, Puhdys)
9.4. Eigene Toiletten oder WC Haus auf dem Festplatz (kein Dixi) 9.5. Mehr Speisen und Getränke zur Auswahl auf dem Dorffest

10. Mobilität und Infrastruktur

10.1. Guter Fahrradweg nach Nackel
10.2. Guter Fahrradweg nach Bückwitz über Abkürzung bei der Biogasanlage
10.3. Carsharing mit E-Auto; weitere?
10.4. Ehrenamtliche Fahrdienste für nicht so mobile BarsikowerInnen
10.5. Glasfaserkabel zu allen Häusern
10.6. Telefonkabel unterirdisch verlegen (zusammen mit Glasfaserkabel zu allen Häusern)
10.7. Verbesserte Funkverbindungen
10.8. Kette von offenen WLAN Netzen durch das Dorf
10.9. Verbesserte Bahnverbindungen Neustadt-Berlin VBB (späte Verbindung)
10.10. Radweg zum Bahnhof Neustadt über die Felder
10.11. Shuttle Service Bahnhof Neustadt / Barsikow (z.B. E-Auto zum Bahnhof rufen)
10.12. Draisine auf der alten Bahnschiene zum Selbstbedienen um vom Bahnhof Neustadt nach Barsikow zu kommen mit Gepäck
10.13. Guter Fahrradweg nach Segeletz
10.14. Fahrradweg nach Rohrlack
10.15. Tempo 30 im gesamten Ortsgebiet.
10.16. Verbesserung des Weges nach Rohrlack

11. Klima und Umwelt

11.1. Verstärkter Einsatz von Solaranlagen im Dorf
11.2. Reduzierung Lichtverschmutzung
11.3. Einführung von Flächen mit biologischer Agrarwirtschaft

12. Kommunikation

12.1. Digitale Kommunikationsplattformen für Kommunikation im Dorf („Alle auf Click einfach erreichbar“)
12.2. „Gerahmte Rezepte“: aus der Dorfküche im Konsum aushängen zum Abfotografieren – jeder kann seine Lieblingsrezepte ausstellen.

13. Immobilien

13.1. Nutzung ehem. VEG/LPG Gelände
13.2. Nutzung des neuen Schlosses
13.3. Lösungen für die weiteren Ruinen im Dorf
13.4. Schaffen von Baugrundstücken für BarsikowerInnen und Zuzügler 13.6. Ehemaliges LPG Gelände: Eigentümer herausfinden: Dorfansicht vom Grundstück ist sehr schlecht! Nicht gemäht / Wildnis!
13.7. Behindertengerechter Wohnraum

14. Weitere

14.1. Mini-Supermarkt 1 x pro Woche im Konsum: Milch, Eier, Brot, Butter 14.2. Waschbärenplage Dorfstraße 7 bekämpfen
14.3. Bitten um Kürzung der Bäume Dorfstraße 5a
14.4. Bereitstellung von Laubsäcken
14.5. Grabenräumung und nicht nur Hecke reinschneiden
14.6. Bürgerberatung / Soc. Info (Beantragung von Unterstützung im Alter)

Ein Wort zu Corona in Barsikow

Bundesweit werden die Einschränkungen wegen der Corona Pandemie gelockert, und es kommt wieder ein Stück Normalität zurück. Der Landkreis OPR ist mit insge- samt nur 89 bekannten Infektionen (Stand 24. Mai) bisher im Vergleich glimpflich davongekommen. In Barsikow wurden glücklicherweise bisher keine Infektionen festgestellt. Trotzdem ist es wichtig, achtsam zu bleiben, unnötige Risiken zu meiden und die geltenden Regeln einzuhalten. Es ist nicht schlimm, 1,5 Meter Abstand zu halten bei einem Gespräch – wir wissen alle ja, wozu das dient. Wir haben im Dorf viele Personen in der hohen Risikokategorie, die wir durch unvorsichtiges Handeln in große Gefahr bringen können. Es lohnt sich, vorsichtig zu bleiben! Abstand halten!
Leider müssen wegen der behördlichen Auflagen folgende Veranstaltungen ausfallen: 19.06. Tischtennisturnier und 15.08. Sommerfest
Zur Zeit ist noch nicht sicher, ob der Computer/Handy-Auffrischkurs am 15./22./ und 29.7. stattfindet. Dazu wird es rechtzeitig einen Aushang am Konsum geben.

Singvögel in Barsikow

Foto Nachtigall: Von Frebeck - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33037774

Vielleicht fällt es durch eine tiefere Stille in Corona Zeiten einfach mehr auf, aber der Gesang der Vögel hat in diesem Jahr noch stärker zugenommen als in den vorigen Jahren. Bei einem spätabendlichen Gang durchs Dorf singt praktisch von jedem Grundstück eine Nachtigall. In der Verlängerung des Parkweges aufs Feld wird auch herrlich gesungen, so dass schon der Vorschlag kam, diesen Weg auf Nachtigallensteg umzutaufen (ehemals Meisensteg genannt). Offensichtlich ist die Nachtigall in der Region wieder stärker verbreitet. In keiner anderen europäischen Großstadt gibt es angeblich so viele Nachti- gall Brutpaare pro Quadratkilometer wie in Berlin. Eigentlich nistet die Nachtigall an Feldrändern oder in Büschen am Boden. Am liebsten in dichtem Gestrüpp, in Himbeer- und Brombeerbüschen, zwischen Brennnesseln und Hopfenranken. Ihr Nest baut sie aus altem Laub und trockenen Gräsern. Die Vögel scheinen nach Berlin zu kommen wegen der un- gepflegten Grünflächen und der verwilderten Parks. Damit die Nachtigall sich weiterhin gut fühlt in Barsikow sind ein verwildertes Eckchen im Garten und Hecken entlang der Felder und Wege hilfreich für einen herrlichen Gesang im Mai.

Aber nicht nur die Nachtigall singt ausgiebig in diesem Maimonat, auch andere Singvögel zwitschern und jubilieren. Für weniger Vogelkundige ist es interessant, über eine App auf dem Handy den Gesang aufzunehmen und so festzustellen, was für ein Vogel da gerade singt.

Zum Beispiel gibt es die App „Naturblick“ von „Stadtnatur entdecken, Berlin“: https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de/wissenschaft/naturblick-stadtnatur-entdecken

Meistens ist der Sänger ja nicht zu sehen. Beim Spaziergang durch das Wäldchen am schwarzen Weg kam das Handy zu der Diagnose, dass da gerade sicher (5 Sterne) ein Ortolan (oder Gartenammer) gesungen hat. Ein Stück weiter konnte die App nicht entscheiden, ob es sich hier um einen Zilpzalp oder einen Pirol handelte – einer von beiden war es sicher. An den Klang der Waldohreule haben wir uns schon gewöhnt. Kurzum, der Monat Mai ist in diesem Jahr ein noch größerer Genuss als in anderen Jahren – wenn man es nur hören will! 

In Stein gemeißelt: Dorfgeschichte auf dem Friedhof

Friedhof Trieplatz

Ein Friedhof ist in erster Stelle ein Ort der Trauer, wo man sich noch mit seinen verstorbe- nen Lieben verbunden fühlen kann. Es ist schön zu sehen, mit wie viel Liebe die Gräber oft gepflegt werden.

Natürlich ist es auch ein Aufwand, die Gräber über Jahrzehnte zu pflegen. Außerdem sind Friedhofsgebühren fällig, weil die Gemeinde auch Kosten hat, um den Friedhof instand zu halten.

Es ist verständlich, dass irgendwann die Zeit gekommen ist, um ein Grab zu ebnen und die Pflege und Kosten zu beenden.

Allerdings ist ein Friedhof auch ein sichtbares Stück Geschichte des Dorfes. Jedes Grabmal steht für eine(n) oder mehrere frühere Einwohner des Dorfes, die diese Gemeinschaft ausgemacht haben. Es ist schade, wenn mit der Einebnung des Grabes auch diese steinernen Zeugen der Vergangenheit verschwinden. Deswegen ist mit der Gemeinde (Frau Holz) und der Arbeitsgruppe Friedhofspflege nun vereinbart worden, dass wir in Barsikow – wie in verschiedenen anderen Dörfern der Gemeinde – unsere Grabsteine auf dem Friedhof erhalten können. Dabei ist es der Gemeinde wichtig, dass keine Pflege und keine Standfestigkeitsprüfung mehr notwendig sind. Sockel, Fundament und Grabumrandungen müssen nach wie vor entfernt werden. Wir können vor Ort entscheiden, wie wir die Grabsteine dann installieren möchten. Vorläufig stellen wir die Steine an der ehemaligen Werkstattwand auf der Ostseite auf. Eine gute Alternative wäre ggf. auch die Installation von Bordsteinen oder Rasenkanten, worauf die Grabsteine dann schräg, aber relativ flach, sicher ruhen. Diese Methode wurde in Trieplatz (siehe Bild) und Sechzehneichen gewählt. Nach der Corona Krise können wir uns darüber im Dorf noch mal gemeinsam in Ruhe un- terhalten. Sie können auch Ihre Vorschläge gerne dem Ortsvorsteher weitergeben.

Natürlich können Erben entscheiden, ob sie diese Möglichkeit nutzen möchten oder nicht. Also ist jeder frei zu entscheiden, was mit dem Grabstein passiert. Es wäre aber schön, in dieser Art die Geschichte des Dorfes sichtbar zu machen. Der Ortsvorsteher hat deswegen in letzter Zeit schon darum gebeten, Grabsteine nicht mehr vom Friedhof zu entfernen, wenn die Gräber eingeebnet werden. Der Zufall will, dass wir in diesem Landboten über Erich Glöde als ehemaligen Dorfmusiker schreiben. Sein Grabstein ist der erste, der nun an der Werkstattmauer aufgehoben wird. Das Grabmal des ehemaligen Pfarrers Baade soll übrigens als Ehrengrab an der Stelle bleiben, wo es jetzt steht.

93. Geburtstag von Horst Klöppel und 91. Geburtstag von Elisabeth Schilling

Geburtstagskinder haben es schwer in Corona-Zeiten: Der Kuchen kann nur im kleinsten Kreis geteilt werden, und zum Spielen kommt auch niemand vorbei. Gerade für die älteren, alleinstehenden Barsikower darf das nicht sein und so wurden die kräftigsten Stimmen aus Barsikow zusammengetrommelt, um Horst Klöppel am 20.05.2020 zum 93. Geburtstag und am 30.05.2020 Elisabeth Schilling zum 91. Geburtstag ein „Viel Glück und Viel Segen“ und drei „Hoch soll er leben“ mit in den Tag zu geben. Der Chor wurde noch mit Gitarre und Trompete angereichert. Beide Geburtstagskinder zeigten sich hoch erfreut.

Wegen der guten Resonanz wurde beschlossen, diese Tradition für die gesamte Corona-Zeit und für alle Barsikower Geburtstagskinder, die das 90. Lebensjahr überschritten haben, aufrecht zu erhalten.

Nachtrag: Leider ist Horst Klöppel nur kurz nach seinem Geburtstag verstorben. Wir werden ihn sehr vermissen!  

Entwurf Spiel- und Festwiese - ehemaliger Gutspark

In den letzten heißen Sommern ist aufgefallen, dass Beschattung insbesondere um den Kinderspielplatz fehlt und Sand und Spielgeräte, wie auch die Kinderköpfe so heiß werden, dass die Kinder dort nicht spielen können. Ältere im Dorf erinnern sich auch noch daran, dass auf dem Areal früher ein Teil des Gutsparks lag, der abgeholzt wurde.

Der Dorfverein entwickelte ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Landschaftsarchitektin Anja Brückner, welches eine bessere Beschattung ermöglicht und Aspekte des alten Gutsparks wieder aufgreift ohne die Spiel-, Sport- und Freizeitmöglichkeiten auf der Wiese zu beschränken. Siehe Projektskizze. Dieser Entwurf wurde gefördert vom Landkreis OPR.

Der Dorfverein hat sein Projekt in einem Wettbewerb bei ‚Kleine ländliche Initiativen (KLI)‘ eingereicht, ein Geldtopf der europäischen Union, dessen bürokratische Anforderungen sehr hoch sind. Wir sind ausgewählt worden, dieses Projekt umzusetzen. Dazu werden 5000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Gemeinde Wusterhausen ist in den ganzen Prozess eingebunden und hat dem Projekt zugestimmt. Eigentlich sollte die Umsetzung schon im Herbst letzten Jahres passieren. Wegen Verzögerungen beim Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) Brandenburg ist das ganze Projekt um ein Jahr verschoben worden und wird hoffentlich bis Ende 2020 abgeschlossen.

Geplant ist zunächst die Pflanzung von 11 größeren Bäumen und einigen Sträuchern im Rahmen des Projektes. Die Pflege wird für zwei Jahre von der Gärtnerei übernommen, mehr als ein Dutzend Barsikower haben außerdem ihre Unterstützung bei der Pflege und Bewässerung zugesagt. Außerdem soll es begleitend Veranstaltungen für Kinder geben. Es ist in Zukunft geplant, für jedes Barsikower Kind einen Baum zu pflanzen. Sämtliche verpachtete Flächen auf der Festwiese fallen wieder an das Parkgelände und werden in die Gestaltung einer schönen Freizeit- und Sportoase einbezogen. Für die Zukunft sind auch die Gestaltung von Wegen und Verweilplätzen, die Eröffnung von Sichtachsen und eventuell weitere sportliche Angebote (Trimmpfad??) geplant. Der Dorfverein freut sich über weitere Anregungen.

Nachrichten über die Periode vor 2020 finden Sie in den Ausgaben des Barsikower Landboten