Nachrichten 2021-H2

Barsikower Landbote Online

30.08.2021: Umleitung Ortsdurchfahrt Segeletz

Die B5 in Segeletz wird erneuert. Während der Bauarbeiten wird die Ortsdurchfahrt gesperrt („Vollsperrung“). Diese Vollsperrung wird in 6 Phasen ablaufen, die laut Plan allesamt im November 2022 zu Ende sein sollen.
Die Vorbereitungen fangen am 30. August an. Dann erfolgt für ca. 1 Woche die Vollsperrung des Plattenwegs Barsikow – Segeletz und ab dem 06.09.2021 die Vollsperrung für ca. 1 Woche des Plattenweges Barsikow – Nackel. Beide Wege werden nicht grundauf instand gesetzt, sondern für den Busverkehr vorbereitet. Es müssen Haltestellen und entlang der Strecke Ausweichmöglichkeiten für Begegnungsverkehr geschaffen werden. Es wird auch der ein oder andere Plattenstoß egalisiert. Eine grundhafte Instandsetzung erfolgt nicht. Die Festlegungen trifft der Landesbetrieb Straßenwesen (LS). Anschließend erfolgt in der KW36 eine Testfahrt mit gleichzeitiger Zustandsfeststellung mit dem Busunternehmen.
Ab dem 13.09.2021 ist geplant, die B5 bis zum Antik-Cafe aus Richtung Bückwitz kommend komplett zu sperren. Ab diesem Tag wird dann der Verkehr durch entsprechende Beschilderung über Neustadt und Dreetz umgeleitet werden. Ortskundige werden allerdings die Sperrung auch über die Plattenwege Barsikow – Segeletz und Barsikow – Nackel umfahren können. Es ist also deutlich mehr Verkehr in Barsikow zu erwarten. Es wird Stand heute keine extra Geschwindigkeitsbegrenzung geben. Eine Sperrung der Plattenwege für LKW wird vorerst auf Nachfrage beim Verkehrsamt nicht erfolgen, kann aber bei Bedarf umgehend nachträglich erlassen werden, sollte sich herausstellen, dass die LKW vorzugsweise auf die Plattenstraße ausweichen. Die Gemeinde Wusterhausen ist entsprechend sensibilisiert und wird das Verkehrsaufkommen beobachten.
Die Hoffnung ist, dass der Zustand der Plattenwege sowie auch die beengten Verhältnisse die LKW-Fahrer abschrecken diese Umfahrung zu wählen. Für den zu erwartenden (Mais) Ernteverkehr gibt es keine gesonderte Lösung. Die Plattenwege sind offizielle Fahrtwege und dürfen als solche auch befahren werden. Auch hier gilt es diesen Verkehr entsprechend zu beobachten.
In der Woche 30.08 – 03.09 ist geplant, ein Bürgerversammlung in Segeletz durchzuführen. Darüber werden wir hier Bericht erstatten.

Die 6 Phasen der Bauaktivitäten sind wie folgt geplant (Bild herunterladen: Übersicht Prinzipskizze):

Sperrabschnitt 1: Vom Ortseingang (Bückwitzer Seite) bis zur Zufahrt Antikhandel. U.a. Fahrbahn, Regenwasserkanal, Insel am Ortseingang, Geh- und Radweg, Beleuchtung und Zufahrten. Bauzeit 27 Wochen. Vollsperrung.

Sperrabschnitt 2: Von Zufahrt Antikhandel bis zur Zufahrt Schröder. U.a. Fahrbahn, Regenwasserkanal, Insel im Bereich Bushaltestelle, Geh- und Radweg, Beleuchtung und Zufahrten. Bauzeit 10 Wochen. Vollsperrung.

Sperrabschnitt 3: Von Zufahrt Schröder bis vor der Ringstraße (Weg nach Barsikow). U.a. Fahrbahn, Regenwasserkanal, Hälfte Insel Ortsausgang, Geh- und Radweg, Meilenstein, Beleuchtung und Zufahrten. Bauzeit 17 Wochen. Vollsperrung.

Sperrabschnitt 4: Von Ringstraße (Weg nach Barsikow) bis nach dem Weg nach Nackel. Dann ist ein Durchgang von Barsikow über Segeletz und auch über Nackel zur B5 nicht mehr möglich U.a. Fahrbahn, Regenwasserkanal, Einmündung nach Nackel, Geh- und Radweg und Zufahrten. Bauzeit 13 Wochen. Vollsperrung.

Sperrabschnitt 5: Einbau Deckschicht von Bauanfang bis Bauende. Bauzeit 1 Woche. Vollsperrung. Durchgang von Barsikow über Segeletz zu B5 nicht möglich.

Sperrabschnitt 6: Restarbeiten. Bauzeit 2 Wochen. Voraussichtlich keine Vollsperrung mehr.

25.08.2021: Straßenbeleuchtung

Diese Leuchte ("Luminis" von Conpower) wurde in der Umfrage ausgewählt als die bevorzugte Straßenleuchte für Barsikow

Im Landboten vom 2 Quartal 2021 hatten wir eine Umfrage gestartet über die Straßenbeleuchtung. Dazu gab es eine etwas enttäuschende Zahl von 16 Rückläufe. Weil die Rückläufe oft zwei Personen repräsentieren, könnte man sagen, dass ca. 30 von 161 Einwohnern über 20 Jahren, das heißt ca. 20% teilgenommen haben. Ob damit das Ergebnis repräsentativ ist für die Barsikower Bevölkerung sei dahin gestellt. Es ist aber bestimmt repräsentativ für die Bewohner, die sich für das Thema interessieren. Auf jeden Fall hat jeder Barsikower die Gelegenheit gehabt, sich über dieses Thema zu äußern. Die Ergebnisse der Umfrage sind wie Folgt:

Sinnhaftigkeit einer Änderung der Straßenbeleuchtung

Von den 16 Rückläufen gab es zwei (13%), die eine Änderung unnötig finden oder unerwünscht. Eine Reaktion hatte dazu geschrieben: „Es ist gut so“. Diese beiden Rückläufe haben logischerweise auch nicht gewählt zwischen den verschiedenen neuen Optionen. 14 Rückläufe (87%) finden eine Änderung der Straßenbeleuchtung sinnvoll/erwünscht. Damit ist die große Mehrheit für eine Änderung in der Straßenbeleuchtung in Barsikow.

Wahl zwischen den angebotenen Optionen der Straßenbeleuchtung

Es wurden drei neue Optionen für die Straßenbeleuchtung angeboten: Ein neuer Kopf für die Straßenlaternen (1800 K), ein neues Leuchtmittel mit einer Farbtemperatur von 2200 Kelvin und eins mit einer Farbtemperatur von 1900 Kelvin. Von den 14 Rückläufen hatten sich 12 (86%) für den neuen Kopf als erste Wahl ausgesprochen und jeweils 1 (7%) für die beiden anderen Varianten. Es gab noch einen Rücklauf mit dem neuen Kopf als zweite Wahl, die aber erste Wahl werden würde, wenn die Lichtstärke weiter reduziert würde.
Als zweite Wahl wurde mehrheitlich (89%) das neue Leuchtmittel mit eine Farbtemperatur von 1900 K genommen und als dritte Wahl das Leuchtmittel mit 2200 K. Für die zweite und dritte Wahl wurde allerdings nur neun mal gewählt: Fünf Rückläufe wählten nur den neuen Kopf als erste Wahl und haben die andere Optionen einfach nicht gewählt. Einmal war der neue Kopf so wohl erste, als auch zweite und dritte Wahl. Dabei haben wir nur die erste Wahl berücksichtigt. Mit diesem Ergebnis wird der Ortsvorsteher nun mit und bei der Gemeinde versuchen, Unterstützung für die Umstellung der Straßenbeleuchtung in Barsikow zu finden mit Anwendung des neuen Laternenkopfes, wie er auf dem Bild zu sehen ist: „Luminis“ von Conpower mit Farbtemperatur 1800K und 15W Leistung. Das würde als Nebeneffekt schon über 60% Energie sparen im Vergleich zu den bestehenden Leuchten.

Leider ist nun die erste Aktion, dass der neue Kopf auf der Laterne vor der Kirche wieder abmontiert wird. Dieser war eine Leihgabe vom Sternenpark Westhavelland, um die Entscheidungsfindung in Barsikow zu unterstützen. Er soll nun wieder zurück, um bei Präsentationen seitens des Sternenparks als Beispiel für eine gute Straßenbeleuchtung gezeigt zu werden.
Inzwischen sind von unseren bestehenden Leuchten wieder verschiedene kaputt gegangen: Insgesamt sind schon 9 von den 2013 installierten Leuchten kaputt. Davon sind nun drei provisorisch mit einem anderen Leuchtmittel versehen und eine ist mit der Leihgabe bestückt (gewesen). Wir hoffen, dass der Ersatz schon mit den neuen Laternenköpfen gemacht werden kann, so dass keine extra Kosten für eine Zwischenlösung mehr gemacht werden müssen. Wir bitten also um noch etwas Geduld bei der Reparatur. Vorherige Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

11-17.08 2021: Installation eines Löschwasserbehälters bei der Feuerwehr

Weil der Wasserdruck in Barsikow nicht ausreicht zum Feuerlöschen, wurde ein 100 m3 großer Behälter beim Feuerwehrgebäude installiert. Dieser dient als Vorratsbehälter von Löschwasser für die Feuerwehr für den Fall, dass es im östlichen Teil des Dorfes mal brennen sollte. Für den westlichen Teil gibt es schon eine Zisterne bei der Kirche. Das Gefäß ist 25m lang und hat einen Durchmesser von 2,25 Metern. Durch den Behälter waren 100 m3 Erde „übrig“. Mit dieser Erde wurde das Grundstück über der Zisterne auf die Höhe des benachbarten Friedhofs gebracht. Die Friedhofshecke wird im Herbst gepflanzt. Die Auffahrt von der Straße zum Behälter wird noch gepflastert.

05.08.2021 Der "Haubock" vom Pantinenmacher Arthur Müller kommt ins Wegemuseum

Im Haus Dorfstraße 38, Barsikow wohnte der Pantinenmacher Arthur Müller. Er und seine Mitarbeiter benutzten einen sogenannten „Haubock“ um aus einem Stück Holz eine Pantine zu „hauen“ und zu schneiden. Dieser Bock stand noch in seiner Werkstatt, als das Haus nach dem Tode seines Schwiegersohnes Herbert Lehmann 2011 verkauft wurde.

Dieses Gerät hat Seltenheitswert und ist ein interessantes Beispiel von altem Werkzeug, das damals auf den Dörfern von den Handwerkern benutzt wurde. Entsprechend zeigte das Wegemuseum sich daran interessiert.

Am 5. August 2021 wurde der Bock nun dem Museum übertragen. Er wird demnächst in einer Ausstellung gezeigt werden. Auf dem Bild steht er vor der Tür des Museums.

23.07 - 01.08 2021: Kunstworkshop "Meilensteine"

Nach den individuellen Kunstprojekten „De Stijl“ (2017) und „Der Wald“ (2019) wurde dieses Jahr ein mehr kollektiver Ansatz gewählt. Das Thema wurde als „Meilensteine“ angekündigt und sollte irgendwelche Meilensteine aus der Geschichte des Dorfes oder auch persönliche Geschichten zur Inspiration für bildende Kunst nehmen. Insbesondere war das Ziel, Skulpturen („Meilensteine“) für den öffentlichen Raum zu schaffen, die die Attraktivität des Dorfes weiter erhöhen könnten.

Die Bildhauerin und Architektin Giovanna Aguirre und der Maler und Fotograf Lars Jonnson hatten in zwei Videokonferenzen (27. Juni und 4. Juli) die Teilnehmer schon begleitet in einer Vorbereitung des Workshops. Dabei wurde versucht, kollektiv und individuell Geschichten zu entwickeln, die sich für eine Umsetzung zu einer Skulptur eignen könnten.

Am Freitag, den 23.07 fing der 10-tägige Workshop mit einem gemeinsamen Essen und einem lebendigen Austausch an. Es entstanden ein paar Ideen, aber vor allem gab es ein Bedürfnis, sich die verschiedenen privaten Schrottsammlungen des Dorfes anzuschauen und sich von den vorhanden Gegenständen und Formen inspirieren zu lassen. Teilweise im Kontrast zur Planung entstanden aus Objekten Ideen und Skulpturen, wo die Bedürfnisse und Geschichten der Teilnehmer allmählich konkretisiert wurden. Nach einem sehr intensiven Workshop mit insgesamt ca. 30 Teilnehmer:Innen (einschließlich Kinder) wurde das Ganze am Sonntag, den 1. August abgeschlossen. Dabei wurden alle geschaffenen Objekte noch mal gemeinsam diskutiert und gedeutet, wurden Namen entwickelt und Interpretationen erweitert. So wurden alle Kunstwerken noch mehr zu einem gemeinsamen Produkt.

Die Vernissage der Ausstellung ist für den 12. September, 15:00 Uhr geplant, wenn Giovanna und Lars auch wieder dazu stoßen können. Leider ist die ursprünglich im öffentlichen Raum geplante Aufstellung nicht für alle Objekte möglich, weil dafür von der Gemeinde extrem strenge Sicherheitsanforderungen angewandt werden. Deswegen werden drei Skulpturen auf der Wiese hinter dem Alten Konsum ausgestellt. Die Pilgerskulptur steht auf dem Kirchengelände und drei weitere Objekte stehen im öffentlichen Raum oder sind vom öffentlichen Raum gut sichtbar.

Auf den nachfolgenden Bildern (werden später hinzugefügt) werden die verschiedene Objekte gezeigt. Zu jedem Bild gehört eine Erläuterung, die im Workshop gemeinsam entwickelt wurde. Die verschiedenen Objekte beschreiben wichtige Meilensteine in der Entwicklung des Dorfes, aber auch individuelle Meilensteine in Verbindung mit Barsikow.

Das Projekt wurde gefördert vom Land Brandenburg